Honig wird nicht von mir gemacht.
Er wird von den Bienen geschaffen.
Aus Nektar, Zeit, Enzymen und Geduld.
Meine Aufgabe ist es, diesen Prozess zu bewahren, zu schützen und zu respektieren.
Honig wird nicht von uns gemacht.
Er wird von den Bienen geschaffen – aus Nektar, Zeit, Enzymen und Geduld.
Unsere Aufgabe ist eine andere: Wir bewahren ihn, ernten ihn mit Sorgfalt und schützen, was die Bienen geschaffen haben.
Deshalb füllen wir unseren Honig in hochwertiges schwarzes Glas ab.
Honig ist ein empfindliches Naturprodukt. Neben seinen natürlichen Zuckerarten enthält er Enzyme, organische Säuren und zahlreiche weitere wertvolle Inhaltsstoffe, die während des Sammelns und Reifens entstehen. Rohhonig sollte weder unnötig erhitzt noch so verarbeitet werden, dass seine natürliche Zusammensetzung oder Qualität beeinträchtigt wird.
Licht und Wärme können empfindliche Bestandteile des Honigs beeinflussen. Für eine möglichst schonende Lagerung empfiehlt sich deshalb ein kühler und dunkler Ort.
Aus diesem Grund sind schwarze Gläser für uns weit mehr als eine Designentscheidung. Es ist Ausdruck unserer Philosophie als Bewahrer.
Wir verwenden keine transparenten Gläser, um Honig möglichst auffällig im Regal zu präsentieren. Wir verwenden unsere schwarzen Gläser, um die Lichteinwirkung während Lagerung, Transport und Präsentation zu reduzieren. Die Farbe des Honigs verändert sich von Saison zu Saison und von Landschaft zu Landschaft ganz natürlich – doch für uns ist sein Schutz wichtiger als seine Sichtbarkeit.
Schwarzes Glas macht Honig nicht besser.
Es bringt lediglich zum Ausdruck, welchen Wert wir diesem außergewöhnlichen Naturprodukt beimessen – und hilft dabei, das zu bewahren, was die Bienen geschaffen haben.
„Die Bienen machen den Honig.
Wir bewahren ihn und schützen ihn.„
„Die Bienen machen den Honig.
Wir geben ihnen den Raum, den sie dafür brauchen.“
Honig entsteht nicht im luftleeren Raum. Er entsteht in einer Landschaft – zwischen Wäldern, Wiesen, Sträuchern, Obstgärten, Weinbergen, Blüten, Wetter und Jahreszeiten.
Deshalb setzen wir bewusst auf kleine Bienenstände mit einer begrenzten Anzahl an Bienenvölkern pro Standort.
Das bedeutet mehr Fahrten, mehr Ausrüstung, mehr Zeit und mehr Aufwand. Für uns ist es jedoch Teil unserer Philosophie: weniger Bienenvölker an einem Ort und damit weniger Belastung für die umliegende Landschaft.
In der Natur leben Honigbienenvölker nicht in großen Ansammlungen. Natürliche Nistplätze liegen häufig mehrere hundert Meter bis mehrere Kilometer voneinander entfernt. Diese Verteilung trägt dazu bei, Krankheiten und Parasiten nicht unnötig zu begünstigen.
Auch das Nahrungsangebot ist begrenzt. Nektar und Pollen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Eine hohe Dichte an Bienenvölkern kann den Konkurrenzdruck erhöhen – sowohl für Honigbienen als auch für andere bestäubende Insekten.
Deshalb verteilen wir unsere Bienenvölker auf mehrere kleine Standorte in strukturreichen Landschaften – in der Nähe von Wäldern, Obstgärten, Hecken und Wiesen. Diese Standorte sind aufwendiger zu bewirtschaften, entsprechen aber unserem Verständnis einer verantwortungsvollen Imkerei.
Unsere Honigmenge ist deshalb bewusst begrenzt.
Nicht, weil wir nicht mehr Bienenvölker halten könnten.
Sondern weil wir uns bewusst dagegen entscheiden.
Wir produzieren keinen Sortenhonig.
Nicht, weil Sortenhonig schlechter wäre.
Sondern weil er nicht unserer Philosophie entspricht.
Unser Honig ist die Ernte eines ganzen Jahres – entstanden aus dem, das unsere Bienen zwischen den ersten Frühlingsblüten und dem Sommer in ihrer Umgebung finden: Bäume, Wiesen, Hecken, Obstgärten, Wildblumen, Sträuchern und unzählige weitere Blüten.
Wir wandern nicht gezielt in Monokulturen, um eine einzelne Tracht auszunutzen. Wir lassen die Bienen selbst entscheiden, welche Blüten sie besuchen. Denn sie wissen besser als wir, wo Nektar und Pollen zu finden sind.
So entsteht kein Honig, der auf ein einziges Etikett reduziert werden kann.
Sondern ein Honig, der den Charakter einer Landschaft, einer Saison und der Entscheidungen der Bienen widerspiegelt.
Auch deshalb betrachten wir Monokulturen kritisch. Blütenvielfalt ist eine wichtige Grundlage für die Ernährung der Honigbienen und vieler anderer Bestäuber. Wo die Landschaft vielfältig bleibt, entstehen bessere Voraussetzungen für gesunde Bienenvölker und ein stabiles Ökosystem.
Unser Ziel ist deshalb nicht der größtmögliche Ertrag.
Wir messen unseren Erfolg nicht daran, wie viele Völker wir aufstellen, Kisten wir stapeln, oder wie viel Honig wir entnehmen.
Manchmal bedeutet gute Imkerei, den Bienen mehr Raum zu geben, den Druck auf die Landschaft zu verringern und zu akzeptieren, dass die Natur über Geschmack und Charakter entscheidet.
Unser Honig ist keine Sorte.
Er ist eine Saison – sorgfältig bewahrt.
„Die Bienen machen den Honig.
Wir bewahren, was sie geschaffen haben.“
„Die Bienen machen den Honig.
Wir ernten weniger, damit sie mehr behalten.„
Wir ernten unseren Honig nicht fortlaufend.
Unsere Honigernte findet nur einmal im Jahr statt – dann, wenn die Saison ausreichend gegeben hat und wir sie verantwortungsvoll durchführen können.
Honig ist für uns weit mehr als ein Lebensmittel.
Für die Bienen ist er ihre natürliche Energiequelle. Er versorgt das Volk während des Winters und sichert sein Überleben bis zum nächsten Frühjahr.
Deshalb messen wir gute Imkerei nicht daran, wie viel Honig wir entnehmen.
Wir glauben, dass ein Teil des Wertes unseres Honigs in dem liegt, das im Bienenstock bleibt. Mehr Honig für die Bienen bedeutet weniger Belastung für das Volk und mehr Respekt vor seinem natürlichen Rhythmus.
Heute wird in der Imkerei häufig ein großer Teil des Honigs entnommen und später durch Zuckerlösungen ersetzt. Das kann im Rahmen einer verantwortungsvollen Betriebsweise notwendig sein. Auch wir füttern unsere Bienenvölker, wenn es ihr Wohl erfordert.
Für uns bleibt dies jedoch eine Unterstützung – nicht das Prinzip.
Unser Grundsatz ist einfach:
Die Bienen machen den Honig zuerst für sich selbst.
Wir entnehmen nur jenes, das wir mit gutem Gewissen entnehmen können.
Deshalb ist unser Honig nur in begrenzter Menge verfügbar.
Mit jedem Glas kaufen Sie nicht einfach nur Honig.
Sie unterstützen auch die Menge, die bei den Bienen bleibt.
Honig ist ein Naturprodukt. Seine Konsistenz verändert sich mit der Zeit.
Je nach Blüten, Jahreszeit, natürlicher Zuckerzusammensetzung und Lagerung bleibt Honig lange flüssig – oder beginnt zu kristallisieren.
Für uns ist das kein Mangel.
Es ist ein natürlicher Teil des Honigs.
Honig darf von Natur aus flüssig, zähflüssig, teilweise oder vollständig kristallisiert sein. Wir betrachten diese Veränderung nicht als Fehler, sondern als Ausdruck seiner Natürlichkeit.
Das entspricht unserem Verständnis von Imkerei.
Wir gestalten Honig nicht für ein dauerhaft gleiches Erscheinungsbild. Wir greifen nicht unnötig in seine natürlichen Eigenschaften ein. Jede Ernte darf ihren eigenen Charakter behalten – auch in ihrer Konsistenz.
Ein Glas Honig ist kein standardisiertes Industrieprodukt.
Es bewahrt den Charakter einer Saison.
„Die Bienen machen den Honig.
Wir zwingen ihn nicht seine Form zu behalten.“
„Die Bienen machen den Honig.
Wir halten das Versprechen unter Kontrolle.“
Bio ist kein Zusatz. Es ist der Ausgangspunkt.
Für ein hochwertiges Lebensmittel sollte Bio kein Marketinginstrument sein, sondern eine Selbstverständlichkeit.
Deshalb arbeiten wir nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung und unterziehen unsere Imkerei einer unabhängigen Kontrolle.
Bio-Zertifizierung beruht nicht allein auf Vertrauen. Sie umfasst dokumentierte Arbeitsabläufe, regelmäßige Kontrollen, nachvollziehbare Herkunft und die Einhaltung klar definierter Standards.
Das ist uns wichtig.
Wir möchten nicht, dass unsere Kunden allein einer schönen Geschichte, einem hochwertigen Glas oder gut gewählten Worten vertrauen.
Wir möchten, dass unsere Arbeit überprüft werden kann.
Deshalb werden unsere Imkerei, unsere Dokumentation und unsere Betriebsweise regelmäßig von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüft.
Für uns ist Bio deshalb weit mehr als eine Kennzeichnung.
Es bedeutet Verantwortung. Transparenz. Nachvollziehbarkeit.
Denn Vertrauen entsteht nicht nur durch Behauptungen, sondern auch durch dokumentierte, unabhängige Kontrolle und Zertifzierung.
Nachhaltigkeit ist für uns kein Etikett. Sie ist Teil jeder Entscheidung.
Unsere Imkerei lebt von vielen kleinen Bienenständen. Das bedeutet mehr Wege, mehr Planung und mehr Aufwand. Wir nehmen das bewusst in Kauf, weil es zu unserer Philosophie gehört.
Gleichzeitig versuchen wir, unseren eigenen Betrieb so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten.
Unser Zuhause und unsere Imkerei werden mit eigener Photovoltaik versorgt. Den Großteil unserer Fahrten zu den Bienenvölkern legen wir elektrisch zurück. Auch bei Verpackung, Materialien und Recycling übernehmen wir Verantwortung und erfüllen die geltenden Vorgaben zur Sammlung und Verwertung von Verpackungen.
Nachhaltigkeit bedeutet für uns jedoch mehr als Energie und Mobilität.
Sie zeigt sich auch in unserer täglichen Arbeit: Wachs bleibt Teil eines geschlossenen Wachskreislaufs. Honig wird nicht maximal entnommen. Unsere Bienenstände wählen wir nicht nach Bequemlichkeit, sondern nach Landschaft, Blütenvielfalt und den Bedürfnissen der Bienenvölker.
Perfekt ist kein Betrieb.
Aber wir möchten in allen Bereichen Verantwortung übernehmen, die wir selbst beeinflussen können.
Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz.
Sie gehört zu der Art, wie wir Imkerei verstehen.
„Die Bienen machen den Honig.
Wir gehen den Weg dorthin, so nachhaltig wie möglich.“
Geschützte Natur.
Vielfalt statt Einfalt.
Zertifizierte Bio-Imkerei.
Im Einklang mit der Natur.
Mehr Honig im Volk.
Mehr von ihrer eigenen Ernte.
Nachhaltigkeit ist kein Siegel.
Sie ist unser Grundsatz.
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